Chirurgische Behandlungen

Leistenbruch

Leistenbruch (Leistenhernie, Inguinalhernie) ist die häufigste Bruchform. Kommt beim Mann 8x häufiger vor als bei der Frau. Der Leistenbruch macht sich bemerkbar durch Schmerzen und Schwellung in der Leiste. Besonders bei Belastung, nach langem Stehen, Husten oder Niesen kommt es zur Vorwölbung und Schmerzen in der betroffenen Leiste.
Die Diagnose wird durch körperliche Untersuchung und Ultraschall gestellt.
Eine Operation ist wegen der Gefahr der Einklemmung notwendig. Der Eingriff ist wird in der Regel über eine Bauchspiegelung durchgeführt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer offenen Operation in Vollnarkose, Teilnarkose und sogar in örtlicher Betäubung.

 

Nabelbruch

Nabelbruch (Nabelhernie, Umbilikalhernie) kann angeboren oder erworben sein. Entsteht  bei Schwangerschaft, bei Übergewicht aber auch nach starker Gewichtsabnahme, bei starker körperlicher Belastung.
Anzeichen sind Vorwölbung im Nabel bei Husten und Pressen und evtl. Druckschmerz im Nabel.
Eine Operation ist wegen der Gefahr der Einklemmung immer erforderlich.
Die Operation kann ambulant in Kurznarkose oder in örtlicher Betäubung erfolgen.

 

Bauchwandbruch

Bauchwandbruch (epigastrische Hernie,  Hernia ventralis) entsteht durch Lücken in der Bauchwand und führt zu starken Schmerzen meist bewegungs- und belastungsabhängig.
Eine operative Therapie ist notwendig. Der Eingriff kann je nach Größe des Bruches ambulant oder stationär erfolgen.

 

Narbenbruch

Narbenbruch (Narbenhernie) entsteht nach Bauchschnitt (Operation) durch Auseinanderweichen der Muskelränder im Bereich der Narbe.
Der Narbenbruch macht sich durch Vorwölbung im Bereich der Narbe bemerkbar. Kann starke Schmerzen bei Belastung und Bewegung verursachen.
Eine operative Therapie ist wegen der Gefahr der Einklemmung notwendig. Jedoch sollte der Eingriff frühestens nach 3 Monaten nach der Vor-Operation erfolgen.
Die Operation kann je nach Größe des Bruches ambulant oder staitonär durchgeführt werden.

 

Gallensteine

Gallensteine (Cholezystolithiasis, Cholelithiasis) entstehen durch ein Lösungsungleichgewicht der Galle. Übergewicht, Schwangerschaft, mangelnde Bewegung, chronische Verstopfung und verschiedene Krankheiten fördern die Entstehung der Gallensteine. Blonde übergewichtige Frauen um die 40 Jahre sind besonders betroffen.
Die meisten "Steinträger" haben jedoch keine Beschwerden. Oft werden die Steine durch Zufall bei Routineuntersuchung entdeckt.
Die Beschwerden können sich als Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, krampfartige Schmerzen zum Teil in den Rücken ziehend zeigen.
Die meisten Patienten können minimal invasiv ( minimal invasive Chirurgie) operiert werden. Hierbei wird über 3 kleine Schnitte in der Bauchdecke die Operation durchgeführt. Der Patient hat minimale Schmerzen und kann meist nach 2. Tag nach der Operation entlassen werden.

 

Erkrankungen des Afters

Analabszesse und Analfisteln entstehen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen,  durch Verletzungen währen des Geburtsvorgangs, durch Entzündungen oder Eiterungen der Bauchorgane ("Blinddarmentzündung" Appendizitis, Entzündung des Dickdarms (Divertikulitis))
Führen oft zu Schmerzen beim Stuhlgang und beim Sitzen, Fieber und Ausfluss von Sekret (Eiter) am After.
Die Fistelquelle muss operativ entfernt werden. Bei Abszessen muss die Abszesshöhle entleert werden. Dies geschieht meist in Vollnarkose unter stationären Bedingungen.

Afterriss (Analfissur) ist ein Einriss der Afterhaut entsteht bei starker Spannung des Aftermuskels, durch harte Kotballen bei chronischer Verstopfung, bei Entzündungen im Afterbereich.
Führt zu starken Schmerzen beim Stuhlgang und nach dem Stuhlgang mit Blutung.
Bei akutem Afterriss ist eine Therapie ohne Operation möglich. Durch lokale Salben und ggf. Injektionen kann der Riss zur Ausheilung gebracht werden. Nur bei erfolgloser nicht-operativer Therapie muss der Riss mit dem Narbengewebe ausgeschnitten werden. Dies kann ambulant oder stationär, meist in Vollnarkose durchgeführt werden.

Hämorrhoiden sind Vergrößerungen der Gefäßpolster im Enddarm. Sie entstehen durch chronische Verstopfung, sitzende Tätigkeit, durch anlagebedingte Bindegewebsschwäche und Schwangerschaft.
Es kommt zu hellroten Blutungen beim Stuhlgang, Juckreiz, Brennen, Nässen und Fremdkörpergefühl am After.  Weiche Vorwölbungen am After.
Die Therapie besteht zunächst aus allgemeinen Maßnahmen wie Gewichtsabnahme, Nahrungsumstellung, Sport, Stuhlregulierung. Einige Medikamente können bei leichten Fällen und im frühen Stadium helfen.
Des weiteren kann eine Sklerosierung und/oder eine Gummibandligatur durchgeführt werden.
Bei großen Hämorrhoiden ist oft eine Operation in Vollnarkose notwendig. Es gibt verschiedene Operationsmethoden.
Je nach Befund und Konstitution des Patienten wird nach gründlicher Untersuchung und Beratung die beste Methode individuell ausgewählt.

Analvenenthrombose (perianale Thrombose) wird fälschlicherweise auch als äußere Hämorrhoide bezeichnet. Entsteht durch starkes Pressen beim Stuhlgang, chronische Verstopfung, während oder nach der Schwangerschaft.
Der Patient bemerkt einen plötzlich auftretenden Schmerzen am After beim Stuhlgang und danach. Es kommt zum tastbaren stark druckschmerzhaften Knoten am After.
Bei kleinen oder älteren Knoten bedarf es oft keiner Operation. Hier können lokale Salben und Stuhlregulierung bereits helfen. Eine frische Analvenenthrombose sollte jedoch in örtlicher Betäubung ausgeräumt werden. Der Patient verspürt eine sofortige Besserung.

 

Steißbeinfistel

Steißbeinfistel (Pilonidalsinus, Haarnestgrübchen, sinus Pilonidalis, Steißbeinzyste) entsteht durch Eindringen von abgebrochen Haaren in die Tiefe. Dies wird begünstigt durch schlechte Analhygiene, Übergewicht, starke Behaarung.
Es kommt zu starken Schmerzen mit Rötung und Schwellung über dem Steißbein manchmal mit Sekretion von Eiter und/oder Blut.
Bei akuter Entzündung mit Eiterbildung wird zunächst der Abszess entlastet und mit feuchten Verbänden sowie Antibiotikum  behandelt. Nach Abklingen der akuten Entzündung sollte eine operative Sanierung erfolgen. Hierbei wird in Vollnarkose das erkrankte Gewebe komplett ausgeschnitten. Je nach Operationsmethode kann die Wunde verschlossen oder offen gelassen werden.

 

Fingereiterung

Fingereiterung, Nagelkrankheit (Panaritium) entsteht durch kleine Hautverletzungen besonders im Nagelgebiet oder nach Stich- und Bissverletzungen am Finger. Es kommt zur Entzündung und Eiteransammlung am Finger und um den Fingernagel herum.
 Pulsierender Schmerz mit Rötung und Überwärmung sowie Druckempfindlichkeit sind die Symtome.
 Um eine Entzündungsausbreitung zu verhindern ist immer eine operative Therapie notwendig. In der Regel kann der kleine Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Ziel ist die Entlastung und Ausräumung des Eiters. Meist ist eine Ruhigstellung des betroffenen Fingers im festen Verband oder in einer Fingerschiene notwendig.

 

Eingewachsener Nagel

Eingewachsener Nagel (ungius incarnatus) entsteht wenn der Nagel in den Nagelfalz einwächst. Kommt  durch das Tragen zu enger Schuhe meist an der Großzehe vor.  Eiterbildung mit pochendem Schmerz, Schwellung und zur Druckempfindlichkeit sind die Symptome.
 In leichten Fällen kann eine Therapie ohne Operation erfolgen. Bei starker Entzündung mit Eiterbildung ist eine operative Therapie notwendig. Dies geschieht in örtlicher Betäubung. Ein kleiner Teil des Nagels mit der dazugehörigen Nagelwurzel muss entfernt werden.

 

Bluterguss

Bluterguss (Hämatom, subunguales Hämatom) entsteht meist durch Quetschverletzungen (z.B. Hammerschlag auf den Finger, Einklemmen in der Autotür). Durch Gefäßeinrisse kommt es zur Blutung im Gewebe z.B. unter dem Fingernagel.
  Die Anzeichen sind Blauverfärbung des betroffenen Gebietes und starke Druckempfindlichkeit.
  Wenn ein Finger- oder Zehennagel betroffen ist kann der Bluterguss durch ein kleines Loch im Nagel herausgelassen werden. Dies ist meist völlig schmerzfrei. Ein Bluterguss im Weichteilgewebe bedarf meistens keiner chirurgischen Behandlung. Hier ist eine Kühlung und ein kühlender Verband sowie Schonung zunächst ausreichend.

 

Überbein

Überbein ist eine Schleimansammlung im Beriech der Sehne oder der Gelenkkapsel. Er kann nach einer Verletzung oder spontan auftreten. Meist tritt er am Handrücken und am Handgelenk auf, kann aber an anderen Gelenken auch vorkommen.
  Das Überbein zeigt sich als prall elastische Schwellung, wächst langsam und tritt bei bestimmten Gelenkstellungen besonders hervor.
  Die operative Therapie sollte nur bei Beschwerden oder starkem Wachstum durchgeführt werden. Hierbei wird das Überbein unter örtlicher Betäubung vollständig entfernt. Eine Ruhigstellung in einer Schiene ist anschließend notwendig. 

 

Grützbeutel (Atherom)

Grützbeutel (Atherom) Fettgewebsgeschwulst (Lipom): Grützbeutel entstehen durch Stauung von Drüsensekreten der Haartalgdrüsen. Sie neigen zur Abszeßbildung. Lipome sind gutartige Fettgewebseinlagerungen .
  Beide Veränderungen können bei Beschwerden oder starkem Wachstum in örtlicher Betäubung entfernt werden. Kleine Lipome, die keine Beschwerden machen und nicht wachsen müssen nicht entfernt werden.

 

Krampfadern (Varikosis, Varizen)

Krampfadern (Varikosis, Varizen) nennt man Sack- oder knotenförmige Erweiterung der oberflächlichen Venen meist an der Beinen. Die Ursache ist eine Bindegewebsschwäche, eine Schwäche der Venenklappen oder nach einer Thrombose.
Fast jeder zweite über 50 Jahren leidet an Krampfadern, dabei sind Frauen stärker betroffen als Männer. Nach einer umfassenden Untersuchung erstreckten sich die Therapiemöglichkeiten  -je nach Ausprägung der Krampfadern- von Verödung der Besenreiser bis hin zur operativen Entfernung der krankhaft veränderten Krampfadern.

 

Brustdrüsenentzündung (Mastitis)

Brustdrüsenentzündung (Mastitis) entsteht beim Stillen durch Milchstau oder Verletzungen der Brust oder der Brustwarze (Piercing). Zigarettenrauchen fördert die Entzündungsentstehung.
Es kommt zur druckempfindlichen derben Veränderung der Brust mit Rötung und Schwellung. Fieber, Schüttelfrost.
Bei leichter Entzündung ist eine Therapie ohne Operaton möglich. Bei Abszessbildung ist eine Abszeßspaltung notwendig.

 

Gynäkomastie

Größenzunahme der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) entsteht durch Hormonfunktionsstörungen. Gehäuftes familiäres Auftreten.
Der Patient bemerkt eine nicht schmerzhafte Größenzunahme oder Knotenbildung an einer oder an beiden Brustdrüsen.
Es besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie. Bei Verdacht auf Bösartigkeit oder aus kosmetischen Gründen ist eine operative Therapie angezeigt.

Refluxösophagitis (Refluxkrankheit)

Refluxösophagitis (Refluxkrankheit) ensteht duch Schwäche des Muskels am Mageneingang, in 90% der Fälle findet man zusätzlich einen Zwerchfellbruch.
Besonders in Rückenlage und beim Bücken enstehen brennende Schmerzen hinter dem Brustbein und in der Magengrube. Es können auch Schluckstörungen, Erbrechen, Fremdkörpergefühl auftreten.
Nach ausführlicher Untersuchung mit Magenspiegelung und verschiedenen Säure- und Druckmessungen können allgemeine Maßnahmen (z.B. Diät, Änderung der Essgewohnheiten) bereits eine deutliche Besserung herbeiführen.  Bei leichten Fällen ist auch eine medikamentöse Therapie ausreichend. Lediglich bei schweren und fortgeschrittenen Fällen ist eine operative Therapie (Fundopexie (Befestigung des Magens am Zwerchfell), Hiatoplastik ( Verkleinerung des Mageneinganges), Fundoplikatio ( Plikatur der oberen Magenanteiles um des Magenkörper) ) notwendig.

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Praxis Dr. Yildirim

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